FIBI Fizzidakis - das Findelkind


Das Findelkind aus den Straßen Budapests...

 

Nach dem Tod unserer 13 jährigen Hündin Lana, haben es wir es ohne Hund keinen ganzen Monat ausgehalten. Haus und Garten waren viel zu leer und so sind wir auf die Suche nach einem passenden Hund gegangen, es sollte wieder ein großer Hund sein, ein Mischling, aber KEIN Kurzhaarhund und KEIN Labrador oder Schäferhund ..…

 

In der Umgebung gab es leider zu der Zeit keine passenden Würfe und auch in den Tierheimen keinen passenden Hund, also haben wir uns entschieden einen Hund, der Lana ähnlich sah in einem Tierheim in Ungarn anzusehen. Bei brütender Hitze sind wir ins Nirgendwo von Ungarn gefahren und haben ein kleines, familiäres Tierheim, in dem die Hunde alle frei herumlaufen aufgesucht. Der Hund, den wir uns ansehen wollten, hat sich als kleiner ängstlicher Pudel herausgestellt, der so gar nicht zu uns passte.

Aber dann gab es da noch einen anderen, lieben Hund mit sehr großen Ohren- eine kurzhaarige Mischung aus Labrador und Schäferhund ;-) – nun gut … also sind wir mit „Trixi“ eine Runde spazieren gegangen, die war gleich mit großer Freude dabei und war auch sehr brav.

Zurück im Tierheim hat sie uns dann mit ihren blitzend weißen Zähnen und ihren Riesenohren fragend angesehen und wir haben gesagt „ Na gut, dann nehmen wir sie halt mit!“

Also hatten wir jetzt das was wir eigentlich gar nicht wollten- einen nicht ganz so großen, kurzhaarigen Labrador- Schäfermischling oder auch liebevoll "Gartenzwerg" genannt ;-)

 

Und so begann die Ära FIBI …

Fibi war von Anfang sehr brav, sie kannte schon einige Grundkenntnisse, da sie vorher kurz bei einer Familie lebte und wir merkten bald, dass sie sehr schnell lernt und immer voll bei der Sache ist. 

Sie hat uns im ersten halben Jahr auf unseren Ausflügen quer durch Österreich und schließlich auf unserer Europareise durch Italien, Frankreich und Spanien mit dem Wohnmobil begleitet, wodurch sie zur passionierten Autofahrerin wurde.

Schließlich hat sie uns auch schon mehrmals, sowohl mit dem Flugzeug als auch mit dem Auto auf der Fähre, in unser Haus nach Kreta begleitet und sie ist somit mit ihren 4 Jahren bereits unser weit gereistester Hund.

Sie ist überall mit dabei beim Wandern, Mountainbiken oder Langlaufen, liebt es ins Wasser zu springen oder besser gesagt zu hechten und zu tauchen und mit meiner Mutter fährt sie U-Bahn, Strassenbahn und Bus und spaziert öfter durch die Wiener Innenstadt als ich.

 

Schließlich habe ich mit ihr auch die Ausbildung zum Therapiehund an der Veterinärmedizinischen Universität absolviert.

Irgendwann haben wir begonnen Kunststücke einzustudieren, anfangs nur ganz einfache Sachen, aber ich habe bald gemerkt, dass sie – und ich natürlich auch- sehr großen Spaß daran findet, immer weitermachen will, auch selbst Sachen anbietet und so haben wir mittlerweile  ein größeres Repertoire an Kunststücken einstudiert bis hin zum Seiltanzen, Fass rollen, Reifen springen usw. welches sie heuer in der Prime Show im Circus Pikard vorgeführt hat und natürlich auch gerne auf Kindergeburtstagsparty herzeigt.

 

Fibi ist der erste Hund mit dem ich mich so intensiv beschäftige, was eine ganz tolle Beziehung zwischen uns und ein großes gegenseitiges Vertrauen zur Folge hat.

 

Um sie zu beschreiben kann man nur sagen:

Sie besticht durch ihre gigantischen Ohren, ihren überwältigenden Charakter und ihr tolles artistisches Können!

 

Wir sind überglücklich einen so außergewöhnlichen Hund gefunden zu haben und sie bereichert unser Leben jeden Tag aufs Neue.